Tonleitern
Tonleitern auf der Gitarre: welche du brauchst und in welcher Reihenfolge
SMART FRET Team ·
Such nach Tonleitern für die Gitarre, und du bekommst fast überall dieselbe Liste. Dur, Moll, Pentatonik, Blues, chromatisch, dazu die Kirchentonarten. Nur beantwortet so eine Liste die Frage nicht, wegen der man überhaupt sucht. Die heißt ja nicht „welche Tonleitern gibt es”, sondern „welche brauche ich jetzt, und was kommt danach”.
Vier reichen. Dur, natürliches Moll, Moll-Pentatonik und die Blues-Tonleiter decken den weitaus größten Teil dessen ab, was in Rock, Pop, Blues und Songbegleitung vorkommt. Alles Weitere baut darauf auf und ergibt vorher ohnehin keinen Sinn.
Wichtiger als die Zahl ist aber, wie die vier zusammenhängen. Sie sind keine vier getrennten Lernstoffe. Die Moll-Pentatonik ist das natürliche Moll ohne zwei Töne, die Blues-Tonleiter ist die Moll-Pentatonik plus einen, und C-Dur und A-Moll bestehen sogar aus exakt denselben Tönen. Wer das einmal am Griffbrett gesehen hat, lernt vier Tonleitern statt vier zusammenhangloser Griffbilder.
Was ist eine Tonleiter auf der Gitarre, und was ist eine Skala?
Eine Tonleiter ist eine geordnete Auswahl von Tönen mit einem festgelegten Grundton. Auf der Gitarre hat sie zwei Gesichter. Das eine ist der Tonvorrat, aus dem du Melodien und Soli baust. Das andere ist ein Griffmuster, das diesen Vorrat unter die Finger bringt. Wer nur den Vorrat kennt, kann ihn nicht spielen; wer nur das Muster kennt, weiß nicht, worüber er es spielen darf.
Skala und Tonleiter meinen dasselbe. „Skala” kommt vom englischen scale und steht in Lehrbüchern, Apps und Tabulaturen oft dort, wo im Deutschen „Tonleiter” stünde. Wer nach Skalen für die Gitarre sucht, sucht dieselbe Sache. Im Sprachgebrauch gibt es höchstens eine Tendenz: „Skalen” hört man eher beim Improvisieren, „Tonleiter” eher im Unterricht.
Die Notennamen sind hier international geschrieben. Der Ton über A heißt B und nicht H, das deutsche B heißt Bb. Genau so beschriftet SMART FRET seine Tonarten, und genau so stehen sie in den Diagrammen weiter unten — eine Bezeichnung, die du in der App nicht wiederfindest, nützt beim Üben nichts.
Definiert wird eine Tonleiter über ihre Schrittfolge, also über die Abstände zwischen benachbarten Tönen. Ein Halbtonschritt ist auf der Gitarre genau ein Bund, ein Ganztonschritt sind zwei. Mehr macht eine Tonleiter nicht aus. Der Grundton legt nur fest, wo sie anfängt.
Daraus folgt die wichtigste Eigenschaft für Gitarristen. Weil die Schrittfolge in Bünden gemessen wird und alle Bünde gleich groß sind, lässt sich jedes Griffmuster verschieben. Eine Form, die im fünften Bund A-Moll ergibt, ergibt im siebten Bund B-Moll. Dieselbe Handhaltung, dieselbe Fingerfolge, zwei Bünde weiter.
Anwenden lässt sich das aber erst, wenn du die Grundtöne findest. Auf den beiden Saiten, an denen die Formen in diesem Artikel hängen, liegen sie so:
| Grundton | tiefe E-Saite | A-Saite |
|---|---|---|
| C | 8 | 3 |
| D | 10 | 5 |
| E | 0 / 12 | 7 |
| F | 1 | 8 |
| G | 3 | 10 |
| A | 5 | 0 / 12 |
| B | 7 | 2 |
Jede Form, die du hier lernst, versetzt du, indem du ihren Grundton auf einen dieser Bünde legst. Für Tonarten mit Vorzeichen zählst du von der nächstgelegenen Zeile einen Bund hoch oder runter. Bb-Dur etwa liegt einen Bund unter B, also im 6. Bund der tiefen E-Saite.
Warum Tonleitern auf der Gitarre anders funktionieren als auf dem Klavier
Auf dem Klavier sieht jede Tonart anders aus. C-Dur liegt auf weißen Tasten, F#-Dur zum größten Teil auf schwarzen, und der Fingersatz ist ein anderer. Auf der Gitarre fällt dieser Unterschied weg. Dieselbe Form ist in jeder Tonart greifbar; du lernst ein Muster und bekommst zwölf Tonarten dazu.
Der Vorteil hat einen Preis. Ein Klavier ordnet jede Tonhöhe genau einer Taste zu, eine Gitarre nicht. Ein und dasselbe A liegt auf der A-Saite im 12. Bund, auf der D-Saite im 7. und auf der G-Saite im 2., dreimal derselbe Ton in derselben Höhe. Der Hals wiederholt sich, und deswegen gibt es für jede Tonleiter mehrere gültige Griffbilder an verschiedenen Stellen.
Diese Griffbilder heißen Lagen. Eine Lage ist der Ausschnitt des Halses, den die Hand ohne Rutschen erreicht, vier Bünde, mit Dehnung fünf. Eine Tonleiter über den ganzen Hals braucht mehr Platz als das und zerfällt deshalb in mehrere Lagen, die aneinander anschließen. Wie sich die zu einem System ordnen, statt einzeln auswendig gelernt zu werden, steht im Tutorial zum Griffbrett-Modul. Für den Einstieg in eine Tonleiter genügt jeweils die erste.
Vier Tonleitern reichen, und diese Reihenfolge spart am meisten Arbeit
Die vier sind Moll-Pentatonik, Dur-Tonleiter, natürliches Moll und Blues-Tonleiter. Die günstigste Reihenfolge ist nicht die, in der man sie üblicherweise aufzählt. Fang mit der Moll-Pentatonik an, wenn du spielen willst, und mit der Dur-Tonleiter, wenn du verstehen willst. Beide Antworten stimmen, also lernst du sie parallel: die Pentatonik unter den Fingern, Dur als Bezugssystem. Danach kommt das natürliche Moll, das die Pentatonik um genau zwei Töne erweitert, und zuletzt die Blues-Tonleiter mit einem einzigen zusätzlichen Ton.
Dahinter steckt eine schlichte Aufwandsrechnung. Die Moll-Pentatonik hat fünf Töne, zwei pro Saite, und klingt über eine Rock- oder Blues-Begleitung praktisch immer brauchbar. Sie liefert am schnellsten ein hörbares Ergebnis. Die Dur-Tonleiter dagegen ist das Maß, an dem in der Musiktheorie alles andere gemessen wird. Jedes Intervall, jeder Akkord, jede andere Tonleiter wird als Abweichung von ihr beschrieben. Wer sie überspringt, lernt später jeden Begriff ein zweites Mal.
Die Abschnitte unten stehen in der Reihenfolge, in der die vier auseinander hervorgehen, von Dur bis Blues. Gelernt werden sie in der Reihenfolge der Tabelle.
| Tonleiter | Töne | Klingt nach | Wofür du sie brauchst | Wann |
|---|---|---|---|---|
| Moll-Pentatonik | 5 | offen, robust, ohne Reibung | Soli und Riffs in Rock, Pop, Blues | zuerst, für die Hand |
| Dur-Tonleiter | 7 | hell, klar aufgelöst | Melodien, Songbegleitung, die gesamte Theorie | parallel dazu, für den Kopf |
| Natürliches Moll | 7 | dunkel, getragen | Balladen, Rock und Filmmusik in Moll | wenn die Pentatonik sitzt |
| Blues-Tonleiter | 6 | rau, gespannt, stimmig | Blues, Blues-Rock, Improvisation | zuletzt, als kleiner Zusatz |
Die Dur-Tonleiter: das Maß, an dem alles andere gemessen wird
Die Dur-Tonleiter hat sieben Töne und die Schrittfolge Ganzton, Ganzton, Halbton, Ganzton, Ganzton, Ganzton, Halbton, in Bünden also 2-2-1-2-2-2-1. In C-Dur ergibt das C, D, E, F, G, A, B und wieder C, ohne ein einziges Vorzeichen. Die beiden Halbtonschritte liegen zwischen E und F sowie zwischen B und C. Der zweite ist der wichtigere. B liegt einen Halbton unter dem Grundton und zieht hörbar dorthin, und dieser Leitton sorgt dafür, dass eine Dur-Tonleiter aufgelöst klingt statt einfach aufzuhören.
Klanglich ist Dur die Tonleiter, gegen die das Ohr alles andere hört. Gerade, hell, abgeschlossen. Du brauchst sie für Melodien, für jede Songbegleitung in einer Durtonart und vor allem als Bezugssystem. Aus ihren sieben Stufen entstehen die Akkorde einer Tonart, und aus derselben Tonleiter mit verschobenem Grundton entstehen die Modi. Wie Stufen, Akkorde und Modi zusammenhängen, behandelt das Tutorial zu Tonleitern, Akkorden und Modi.
Am Griffbrett liegt diese erste Lage zwischen dem zweiten und dem fünften Bund, der Grundton C auf der A-Saite im dritten. Der Zeigefinger deckt den zweiten Bund ab, der kleine Finger den fünften, die Hand bleibt stehen. Schieb dieselbe Form zwei Bünde nach oben, und du spielst D-Dur, ohne einen einzigen neuen Ton zu lernen.
Zwei weitere Lagen, die sieben Stufen und die Akkorde, die daraus entstehen, stehen im eigenen Artikel zur Dur-Tonleiter.
Die Moll-Tonleiter: dieselben Töne, ein anderer Grundton
Die Moll-Tonleiter, genauer das natürliche Moll, hat sieben Töne und die Schrittfolge Ganzton, Halbton, Ganzton, Ganzton, Halbton, Ganzton, Ganzton, in Bünden 2-1-2-2-1-2-2. In A-Moll ergibt das A, B, C, D, E, F, G. Dieselben sieben Töne wie C-Dur, nur mit einem anderen Startpunkt. Deswegen heißt A-Moll die Paralleltonart von C-Dur.
Dass zwei Tonleitern aus denselben Tönen bestehen und trotzdem verschieden klingen, liegt allein am Grundton. Er ist der Ton, zu dem die Melodie zurückkehrt, und er verschiebt alle Abstände mit. In C-Dur liegt der dritte Ton vier Bünde über dem Grundton, in A-Moll nur drei. Diese kleine Terz macht Moll dunkel. Für die Hand heißt das: kein neues Griffbild, ein anderer Zielton in derselben Form.
Die erste Lage von A-Moll liegt zwischen dem fünften und dem achten Bund, der Grundton A auf der tiefen E-Saite im fünften. Auf den beiden tiefsten und den beiden höchsten Saiten liegen drei Töne, auf der D- und der G-Saite zwei. Dass die Verteilung oben wieder umschlägt, liegt am einzigen Stimmungssprung der Gitarre, der keine Quarte ist, dem zwischen G- und B-Saite.
Und jetzt der Beleg. Dieselbe Lage, diesmal als C-Dur gelesen:
Leg die beiden Bilder nebeneinander. Derselbe Bundbereich, dieselben Punkte. Was sich ändert, ist allein, welcher Ton dein Ziel ist. Spiel beide Lagen nacheinander, einmal auf A endend und einmal auf C, und du hörst den Unterschied deutlicher, als jede Erklärung ihn beschreibt. Deswegen lernst du für Moll auch kein zweites Griffbild.
Zwei weitere Lagen, die Akkorde einer Molltonart und die Einordnung von harmonisch und melodisch Moll stehen im eigenen Artikel zur Moll-Tonleiter.
Die Moll-Pentatonik: Moll ohne die zwei unbequemen Töne
Die Moll-Pentatonik ist das natürliche Moll ohne die zweite und die sechste Stufe. Aus A, B, C, D, E, F, G werden fünf Töne: A, C, D, E, G. Übrig bleiben Grundton, kleine Terz, Quarte, Quinte und kleine Septime, in Bünden gemessen die Schrittfolge 3-2-2-3-2.
Mit diesen beiden Tönen verschwinden zugleich beide Halbtonschritte der Tonleiter, B→C und E→F. Übrig bleibt eine Tonleiter, in der kein Ton einen Halbton über einem Akkordton liegt, weshalb sie über fast jede Begleitung in der passenden Tonart stimmig klingt. Aus ihr stammt der größte Teil des Rock- und Blues-Vokabulars. Eine vereinfachte Anfängerversion ist sie deswegen nicht, eher eine bewusste Auswahl.
Am Griffbrett ist das die übersichtlichste Form, die es gibt. Zwei Töne pro Saite, alles zwischen dem fünften und dem achten Bund, Grundton A auf der tiefen E-Saite im fünften. Der Zeigefinger bleibt im fünften Bund, Ringfinger und kleiner Finger übernehmen den siebten und achten. Vergleich die Form mit der A-Moll-Lage weiter oben: dieselbe Region, zwei Punkte weniger pro Oktave.
Dieselben fünf Töne ergeben übrigens auch die C-Dur-Pentatonik, also C, D, E, G, A. Griffbild und Tonvorrat sind identisch, nur der Grundton wandert von A nach C. Derselbe Zusammenhang wie zwischen C-Dur und A-Moll, eine Etage tiefer. Du lernst also eine Pentatonik und entscheidest beim Spielen, welcher Ton dein Ziel ist.
Diese eine Lage deckt vier Bünde ab. Wie die fünf Lagen den ganzen Hals abdecken, wie sie ineinandergreifen und wie du sie in jede Tonart verschiebst, steht im eigenen Artikel zur Moll-Pentatonik.
Die Blues-Tonleiter: ein Ton mehr als die Pentatonik
Die Blues-Tonleiter ist die Moll-Pentatonik plus die verminderte Quinte. Aus A, C, D, E, G wird A, C, D, Eb, E, G, also sechs Töne. Der hinzugefügte Ton heißt Blue Note, genauer die bekannteste von mehreren, denn auch die kleine Terz und die kleine Septime gelten als Blue Notes. Er liegt zwischen Quarte und Quinte, einen Bund unter der Quinte.
Klanglich macht dieser eine Ton den ganzen Unterschied. Er ist spannungsgeladen und will weiter, funktioniert also als Durchgangston und nicht als Ziel. Du spielst ihn im Vorbeigehen zur Quinte oder zurück zur Quarte. Bleibst du auf ihm stehen, klingt es nach einem falschen Ton statt nach Blues. In einem langsamen Stück reicht deshalb meist ein einzelner davon, keine ganze Kette.
Ein neues Griffbild brauchst du dafür nicht. In der ersten Lage kommt die Blue Note genau zweimal vor, auf der A-Saite im sechsten Bund und auf der G-Saite im achten. Beide liegen unmittelbar neben einem Ton, den die Moll-Pentatonik ohnehin enthält. Auf der A-Saite rutscht der Zeigefinger einen Bund vom D hoch, auf der G-Saite kommt der kleine Finger einen Bund über dem Ringfinger dazu. Deshalb steht die Blues-Tonleiter zuletzt in der Reihenfolge: Wenn die Pentatonik sitzt, kostet sie eine Übungseinheit statt eines Kapitels.
Wo die Blue Note in den anderen Lagen liegt und warum sie nur im Vorbeigehen funktioniert, steht im eigenen Artikel zur Blues-Tonleiter.
Und die anderen Tonleitern?
Es gibt weit mehr als vier. Die übrigen sind aber entweder Varianten der vier oder Spezialfälle, die einen konkreten Anlass brauchen. Der Vollständigkeit halber, mit je einem Satz Einordnung:
- Dur-Pentatonik. Dieselben fünf Töne und dieselben Griffbilder wie die parallele Moll-Pentatonik, nur mit anderem Grundton. Kein eigener Lernstoff.
- Harmonisches und melodisches Moll. Verändern die sechste und siebte Stufe des natürlichen Moll. Relevant, sobald du dich mit Jazz oder klassischer Harmonik beschäftigst.
- Modi (Kirchentonarten). Dorisch, Phrygisch, Mixolydisch und die anderen sind keine neuen Tonleitern, sondern dieselbe Dur-Tonleiter, von einer anderen Stufe aus gelesen. Wie das mit Akkorden und Stufen zusammenhängt, steht im Tutorial zu Tonleitern, Akkorden und Modi.
- Chromatische Tonleiter. Alle zwölf Halbtöne, also Bund für Bund. Eine Technik- und Gehörübung, keine Tonart, aus der man Melodien baut.
Keine davon lohnt sich, bevor die vier oben sitzen. Nicht weil sie schwierig wären, sondern weil sie alle als Abweichung von Dur oder Moll beschrieben werden. Ohne den Bezugspunkt lernt man sie zweimal.
Wie du Tonleitern übst, damit es etwas bringt
Übe jede Lage mit Metronom, in festen Notenwerten und in beide Richtungen. Nicht im freien Tempo auf und ab. Ein konkreter Ablauf für eine neue Lage: Viertelnoten bei 60 bpm, aufwärts und abwärts, bis fünf fehlerfreie Durchgänge hintereinander stehen. Dann auf Achtel bei 60 bpm umstellen und das Tempo in Schritten von 5 bpm erhöhen. Beim ersten Patzer gehst du einen Schritt zurück, statt weiter aufzudrehen.
Das Metronom steht da nicht wegen der Disziplin. Es ist ein Diagnosegerät. Eine Lage im freien Tempo herunterzuspielen fühlt sich nach Fortschritt an, weil die Hand vor schwierigen Stellen unbemerkt langsamer wird. In festen Notenwerten wird genau diese Stelle hörbar. Erst dann weißt du, was du üben musst.
Drei Dinge machen den Unterschied zwischen Abspielen und Üben:
- Den Grundton mitdenken. Sprich oder denke bei jedem Durchgang, wo der Grundton liegt. Eine Tonleiter, deren Grundton du nicht findest, ist ein Fingermuster, kein musikalisches Material.
- Nicht immer unten anfangen. Starte einen Durchgang auf dem höchsten Ton der Lage, einen anderen auf dem Grundton in der Mitte. Wer eine Lage nur von unten kennt, kommt in einem Solo nie hinein.
- Sequenzen statt Auf und Ab. Spiele die Lage in Dreiergruppen oder in Terzen, sobald das gerade Auf und Ab bei Achteln sicher ist. Das ist der Schritt, an dem aus einer Tonleiter Melodien werden.
Wann eine Lage sitzt, entscheidet kein Kalender. Das Kriterium sind fünf fehlerfreie Durchgänge bei Achteln im Zieltempo. Wie lange das dauert, ist von Mensch zu Mensch sehr verschieden. Sicher ist nur die Größenordnung darüber: Fünf Lagen einer Tonleiter über den ganzen Hals sind ein Projekt über Monate, nicht über ein Wochenende.
Dass Pentatonik und Modi über denselben Lagen liegen, begreift man am schnellsten durch Umschalten statt durch Nachlesen. Genau dafür ist das Griffbrett-Modul von SMART FRET gebaut; was es sonst noch kann, steht in der Feature-Übersicht.
Kurz zusammengefasst
- Für die ersten Jahre auf der Gitarre reichen vier Tonleitern: Dur, natürliches Moll, Moll-Pentatonik und die Blues-Tonleiter.
- Die sinnvolle Reihenfolge: Moll-Pentatonik und Dur-Tonleiter parallel, die eine für die Hand, die andere als Bezugssystem. Danach das natürliche Moll, zuletzt die Blues-Tonleiter.
- Die Moll-Pentatonik ist das natürliche Moll ohne die zweite und die sechste Stufe.
- Die Blues-Tonleiter ist die Moll-Pentatonik plus die verminderte Quinte, also ein einziger Ton mehr.
- C-Dur und A-Moll bestehen aus denselben sieben Tönen und unterscheiden sich nur im Grundton. Deshalb gelten für beide dieselben Griffbilder.
- Auf der Gitarre ist eine Tonleiter ein verschiebbares Griffmuster. Dieselbe Form ergibt jede Tonart, sobald du sie an einen anderen Bund setzt.
- Weil eine Lage nur vier bis fünf Bünde abdeckt, braucht der ganze Hals mehrere Lagen derselben Tonleiter statt einer einzigen Form.
- Sinnvoll geübt wird mit Metronom, in festen Notenwerten und in beide Richtungen, nicht im freien Tempo auf und ab.
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