AGB
Allgemeine Geschäftsbedingungen für die Nutzung von Smart Fret. Version 1.0 · Stand: 10. Juli 2026.
§ 1 Geltungsbereich und Anbieter
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB") gelten für die Nutzung der Marketing-Website smartfret.app sowie der Software-as-a-Service-Anwendung SMART FRET („Dienst") unter play.smartfret.app.
(2) Anbieter und Vertragspartner ist SMART FRET (in Gründung), Barichgasse 25/10, 1030 Wien, Österreich, E-Mail: play@smartfret.app („Anbieter").
(3) Abweichenden Bedingungen des Nutzers wird widersprochen, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
§ 2 Leistungsbeschreibung
(1) SMART FRET ist ein browserbasiertes Musik-Theorie- und Übungs-Tool. Der Funktionsumfang umfasst u. a. Visualisierungen (Notenkreis, Fretboard für Gitarre/Bass/Klavier), Notation und Tabulatur, Akkord-Progressionen, Praxis- und Sequenz-Modus, Metronom, Pad-Synthesizer, Informations- und Notiz-Funktionen sowie eine Live-Übertragungsfunktion für Lehrende.
(2) Der Dienst befindet sich in fortlaufender Entwicklung (derzeit Alpha-/Beta-Stadium). Der konkrete Funktionsumfang kann sich weiterentwickeln, erweitern oder ändern.
(3) Der Anbieter stellt den Dienst als Online-Anwendung bereit; eine Installation beim Nutzer ist nicht erforderlich. Voraussetzung ist ein aktueller Webbrowser und eine Internetverbindung.
§ 3 Registrierung, Account und Nutzerkategorien
(1) Die Nutzung setzt eine Registrierung mit einer gültigen E-Mail-Adresse voraus. Der Nutzer ist verpflichtet, wahrheitsgemäße Angaben zu machen und Zugangsdaten geheim zu halten.
(2) Es bestehen folgende Account-Kategorien: Solo-Nutzer, Solo-Lehrer, Musikschule, Musikuniversität. Innerhalb einer Institution gelten die Rollen OWNER, ADMIN, TEACHER, STUDENT mit abgestuften Rechten.
(3) Lehrer-, Schul- und Universitäts-Accounts werden nicht automatisch freigeschaltet. Nach Einreichung einer Bewerbung erfolgt eine manuelle Prüfung und Freischaltung durch den Anbieter. Ein Anspruch auf Freischaltung besteht nicht.
(4) Mit der Registrierung akzeptiert der Nutzer diese AGB und die Datenschutzerklärung in der jeweils gültigen Version. Zeitpunkt und Version der Zustimmung werden gespeichert.
(5) Minderjährige unter 14 Jahren dürfen den Dienst nur mit Einwilligung der Erziehungsberechtigten nutzen. Bei institutioneller Nutzung ist die einladende Einrichtung für die Einholung erforderlicher Einwilligungen verantwortlich.
§ 4 Testphase, Lizenzen und Vergütung
(1) Neue Accounts erhalten eine kostenlose Testphase von 7 Tagen mit vollem Pro-Funktionsumfang. Nach Ablauf wird der Zugang zu kostenpflichtigen Funktionen gesperrt, bis eine kostenpflichtige Lizenz aktiviert wird.
(2) Kostenpflichtige Abonnements werden im Voraus für die jeweils gebuchte Laufzeit über unseren Zahlungsdienstleister Stripe (Stripe Payments Europe, Ltd.) abgerechnet; die Rechnung wird automatisiert bereitgestellt. Für institutionelle Kunden kann alternativ eine Abrechnung auf Rechnung vereinbart werden.
(3) Für institutionelle Accounts gilt ein Platz-Modell („Seats"): Jeder Nutzer innerhalb einer Institution belegt einen Platz. Das Modell ist zwei-achsig – es bestehen getrennte Kontingente für Lehrende (Rollen OWNER/ADMIN/TEACHER) und für Schüler (STUDENT). Die Anzahl verfügbarer Plätze je Kontingent richtet sich nach der gebuchten Lizenz. Ist ein Platz-Limit erreicht, sind weitere Einladungen in das betroffene Kontingent bis zur Aufstockung gesperrt.
(4) Preise, Leistungsumfang und Laufzeiten ergeben sich aus dem jeweiligen Angebot bzw. der Bestell-/Rechnungsstellung. Sofern nicht anders vereinbart, beträgt die Lizenzlaufzeit 12 Monate. Alle auf der Website angegebenen Preise sind Endpreise (Bruttopreise) und verstehen sich inklusive der gesetzlichen österreichischen Umsatzsteuer von derzeit 20 %.
(5) Rechnungsdaten. Für die Rechnungsstellung stellt der Nutzer die erforderlichen Rechnungsdaten (Name/Firma, Anschrift, Land, ggf. USt-IdNr.) vollständig und richtig bereit; im Stripe-Zahlungspfad werden diese über den Zahlungsdienstleister erhoben. Diese Daten werden zur Rechnungserstellung und zur Erfüllung steuerlicher Aufbewahrungspflichten verarbeitet (Einzelheiten in der Datenschutzerklärung).
§ 5 Nutzungsrechte und geistiges Eigentum
(1) Sämtliche Rechte an dem Dienst, seiner Software, seinem Design, seinen Inhalten und Marken verbleiben beim Anbieter bzw. seinen Lizenzgebern.
(2) Der Nutzer erhält für die Vertragslaufzeit ein einfaches, nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares Recht, den Dienst bestimmungsgemäß zu nutzen.
(3) Untersagt sind insbesondere: Reverse Engineering (soweit gesetzlich nicht zwingend erlaubt), das Kopieren oder Nachbilden des Dienstes, das Umgehen technischer Schutz- oder Lizenzmaßnahmen sowie die Weitergabe von Zugangsdaten an Dritte.
(4) An selbst erstellten Inhalten (z. B. eigene Übungen, Progressionen, Notizen) behält der Nutzer seine Rechte. Er räumt dem Anbieter die zur technischen Bereitstellung, Speicherung und ggf. Freigabe (Sharing) erforderlichen Nutzungsrechte ein.
§ 6 Persönliche Nutzung, Seats und Verbot der Weitergabe
(1) Persönlicher Account. Jeder Account ist personengebunden und ausschließlich zur Nutzung durch die registrierte Person bestimmt. Die Weitergabe, gemeinsame Nutzung oder der Verkauf von Zugangsdaten an Dritte ist untersagt. Ein Account darf nicht von mehreren Personen geteilt werden (kein „Account-Sharing").
(2) Seats sind nicht teilbar. Bei institutionellen Lizenzen belegt jede natürliche Person genau einen Platz („Seat"). Ein Seat ist personengebunden und darf nicht gleichzeitig oder abwechselnd von mehreren Personen genutzt werden. Das „Rotieren" eines Seats zwischen mehreren Personen ist untersagt. Wird ein Nutzer entfernt, wird der Seat frei und kann neu vergeben werden; ein solcher Wechsel dient der Verwaltung, nicht der Umgehung des Platz-Limits.
(3) Keine Umgehung des Lizenz-/Platz-Modells. Untersagt sind insbesondere Maßnahmen, die darauf abzielen, mehr Personen Zugang zu verschaffen, als Lizenzen bzw. Seats erworben wurden – etwa durch geteilte Sammel-Accounts, technische Umgehung der Platz-Prüfung oder das Aufteilen von Nutzern über mehrere Free-/Test-Accounts.
(4) Verbot des Missbrauchs der Testphase. Die kostenlose Testphase ist pro Person bzw. pro Institution bestimmt. Das wiederholte Anlegen mehrerer Accounts, um die Testphase mehrfach in Anspruch zu nehmen oder eine kostenpflichtige Lizenz zu umgehen, ist untersagt.
(5) Allgemeine Nutzungspflichten. Der Nutzer verpflichtet sich, den Dienst nicht rechtswidrig oder missbräuchlich zu nutzen, insbesondere keine rechtsverletzenden Inhalte einzustellen, keine technischen Schutz-, Lizenz- oder Ratenbegrenzungsmaßnahmen zu umgehen, keine automatisierten Massenabfragen (Scraping) durchzuführen und die Sicherheit und Verfügbarkeit des Dienstes nicht zu beeinträchtigen.
(6) Institutionelle Verantwortung. Bei institutioneller Nutzung ist der jeweilige OWNER/ADMIN für die ordnungsgemäße Verwaltung der eingeladenen Nutzer, die Einhaltung des Platz-Limits und die Einhaltung dieser AGB durch die eingeladenen Nutzer verantwortlich.
(7) Live-Übertragung. Die Live-Funktion ist zur Nutzung im Rahmen des vorgesehenen Lehr-/Lernkontexts (Lehrer an eingeladene bzw. berechtigte Teilnehmer) bestimmt. Eine Nutzung zur Umgehung des Lizenzmodells (z. B. öffentliche Verbreitung an eine unbestimmte Vielzahl von Personen entgegen dem gebuchten Leistungsumfang) ist untersagt.
§ 6a Folgen von Verstößen
(1) Bei Verstößen gegen § 5 oder § 6 ist der Anbieter berechtigt, betroffene Accounts oder Seats vorübergehend zu sperren, Einladungen zu blockieren oder – bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen – den Vertrag außerordentlich zu kündigen.
(2) Der Anbieter behält sich vor, bei nachgewiesener Umgehung des Lizenz-/Platz-Modells die für die tatsächliche Nutzung erforderlichen Lizenzgebühren nachzuverlangen. Weitergehende gesetzliche Ansprüche bleiben unberührt.
(3) Zur Durchsetzung dieser Regeln und zur Missbrauchsvermeidung wertet der Anbieter im erforderlichen Umfang Nutzungs- und Sicherheitsprotokolle aus – insbesondere die zur Begrenzung gleichzeitig angemeldeter Geräte gespeicherten Sitzungs-/Geräteinformationen (Rechtsgrundlage: berechtigtes Interesse, Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO; Einzelheiten in der Datenschutzerklärung).
§ 6b Auftragsverarbeitung bei institutioneller Nutzung (Art. 28 DSGVO)
(1) Nutzt eine Einrichtung (Musikschule/Musikuniversität) den Dienst und verarbeitet dabei personenbezogene Daten ihrer Schüler bzw. Mitglieder, ist die Einrichtung Verantwortliche im Sinne der DSGVO und der Anbieter Auftragsverarbeiter.
(2) Für diese Konstellation schließen die Einrichtung und der Anbieter eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO (AVV). Die AVV wird dem institutionellen Vertrag als Anlage beigefügt und regelt Gegenstand, Dauer, Art und Zweck der Verarbeitung, die Datenkategorien, die betroffenen Personen sowie die technischen und organisatorischen Maßnahmen.
(3) Die Einrichtung bleibt für die Rechtmäßigkeit der Datenerhebung ihrer Schüler verantwortlich, insbesondere für erforderliche Einwilligungen (auch bei Minderjährigen, siehe § 3 Abs. 5).
§ 7 Verfügbarkeit und Gewährleistung
(1) Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst hohe Verfügbarkeit, schuldet jedoch keine bestimmte Verfügbarkeit. Wartungsarbeiten, Weiterentwicklungen und Störungen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters können zu Einschränkungen führen.
(2) Aufgrund des Entwicklungsstadiums (Alpha/Beta) kann es zu Fehlern, Funktionsänderungen oder Datenverlusten kommen. Der Nutzer wird auf diesen Umstand ausdrücklich hingewiesen.
§ 8 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
(3) Die vorstehenden Beschränkungen gelten nicht, soweit zwingende gesetzliche Haftung besteht.
§ 9 Laufzeit, Verlängerung und Kündigung
(1) Kostenpflichtige Abonnements haben eine Laufzeit von 12 Monaten und verlängern sich automatisch um jeweils weitere 12 Monate, sofern sie nicht bis zum Ende der laufenden Laufzeit gekündigt werden. Das Entgelt für die neue Laufzeit wird bei der Verlängerung im Voraus über den Zahlungsdienstleister eingezogen.
(2) Die Kündigung ist jederzeit und ohne Angabe von Gründen möglich – über das Nutzerkonto oder per E-Mail an play@smartfret.app – und wird zum Ende der jeweils laufenden Laufzeit wirksam. Bereits gezahlte Entgelte für die laufende Laufzeit werden nicht anteilig erstattet.
(3) Der Nutzer kann seinen Account zusätzlich jederzeit über die Funktion „Account löschen" im Profil beenden. Bei laufender Lizenz bleibt der Zugang bis zum Lizenzende bestehen; anschließend erfolgt die Löschung gemäß Datenschutzerklärung.
(4) Staff-Accounts (OWNER/ADMIN/TEACHER) können aus organisatorischen Gründen nur über den Support gelöscht werden.
(5) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Seiten unberührt.
§ 10 Widerrufsrecht für Verbraucher
(1) Verbrauchern steht bei kostenpflichtigen Leistungen ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen ab Vertragsschluss zu.
(2) Bei digitalen Dienstleistungen erlischt das Widerrufsrecht vorzeitig, wenn der Anbieter mit der Ausführung begonnen hat, nachdem der Verbraucher ausdrücklich zugestimmt hat, dass mit der Ausführung vor Ablauf der Widerrufsfrist begonnen wird, und seine Kenntnis vom Verlust des Widerrufsrechts bestätigt hat.
(3) Zur Ausübung des Widerrufs genügt eine eindeutige Erklärung an play@smartfret.app.
§ 11 Änderungen der AGB
Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern. Über wesentliche Änderungen wird der Nutzer in Textform oder in der Anwendung informiert. Die weitere Nutzung nach Inkrafttreten gilt als Zustimmung, sofern nicht widersprochen wird; auf das Widerspruchsrecht wird hingewiesen.
§ 12 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Republik Österreich unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Wohnsitzstaates des Nutzers bleiben unberührt.
(2) Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
(3) Gerichtsstand ist, soweit zulässig, Wien.
§ 13 Online-Streitbeilegung
Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit: ec.europa.eu/consumers/odr. Zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle sind wir nicht verpflichtet und grundsätzlich nicht bereit.